Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 005 - 18.01.2013

DGB fordert bessere Studienbedingungen

Qualität der Lehre ist keine Rechtfertigung für Studiengebühren

Anlässlich der Bildungsdemo "Bildung ist ein Grundrecht!" in Hannover erklärt DGB-Landesvorsitzender Hartmut Tölle: "Die heutige Demonstration zeigt auf beeindruckende Art und Weise, wie breit die Front gegen Studiengebühren ist. Wer wie Ministerpräsident David McAllister zur Begründung von Studiengebühren auf eine Verbesserung der Qualität der Lehre verweist, liegt falsch. Viele Betroffene beklagen trotz Studiengebühren eine abnehmende Qualität der Lernbedingungen an den Hochschulen."

Dass Studiengebühren helfen, die Bedingungen für die Studierenden zu verbessern, sei ein Scheinargument, so Tölle. Niedersachsen ist neben Bayern das letzte Bundesland, das zur Finanzierung der Bildung an den Hochschulen auf das Auslaufmodell Studiengebühren setzt. Gleichzeitig kann von einer Verbesserung der Studienbedingungen keine Rede sein. Viele Studierende klagen zu Recht, dass die Versorgung mit Skripten, zusätzlichen Materialien und Videoaufzeichnungen von Vorlesungen immer weiter abnehme.

Hartmut Tölle weist auf eine weitere Härte hin: „Wer Pech hat, baut mehrere Jahre lang wegen der Studiengebühren Schulden auf, scheitert an einer Prüfung und hat bundesweit keine Chance mehr, sein Studium abzuschließen." Die Prüfungsordnungen an den niedersächsischen Hochschulen setzen oftmals auf einen schnellen Selektionsprozess. An der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Leibniz Universität Hannover kann beispielsweise das zweimalige Nichtbestehen einer Prüfung zur Exmatrikulation für das Studienfach in ganz Deutschland führen. Solche Prüfungsordnungen führen in Kombination mit einer Verdichtung der Stundenpläne und dem finanziellen Druck durch die Studiengebühren nicht zu einer Verbesserung der Studienbedingungen, sondern bauen im Gegenteil Bildungsbarrieren auf.

Hartmut Tölle forderte faire Bedingungen für Studentinnen und Studenten auch in Niedersachsen: "Wir brauchen vernünftige Lern- und Prüfungsbedingungen sowie eine höhere Qualität der Lehre und der Ausstattung an den Hochschulen, ohne die Studierende in die Verschuldung zu treiben. Die neue Landesregierung muss deshalb Studiengebühren abschaffen und eine entsprechende staatliche Gegenfinanzierung garantieren."


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