Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 050 - 02.08.2005

DGB: Basisvergütung für Auszubildende geht an Realität vorbei

Landesjugendsekretär Frank Ahrens kritisiert Kürzungsvorschläge

 


Mit dem Vorschlag, eine Basisvergütung für Auszubildende in Höhe von 270 Euro einzuführen, zielt die Arbeitgeberseite auf die Tarifpolitik. Wie alle ArbeitnehmerInnen haben auch Auszubildende Anspruch auf angemessene Vergütung für die von ihnen geschaffenen Werte. "Das ist ein Angriff aus der Wirtschaft, der vom eigentlichen Problem ablenken soll", sagt DGB-Landesjugendsekretär Frank Ahrens. In Niedersachsen fehlen qualifizierte Ausbildungsplätze. "Der Ausbildungspakt zwischen Landesregierung und Wirtschaft greift einfach nicht", sagt Frank Ahrens. Im Juli suchten 64.558 junge Menschen in Niedersachsen einen Ausbildungsplatz. Dem standen lediglich 42.899 gemeldete Plätze gegenüber - das sind 5492 weniger als im Vorjahresmonat.

 

Die von DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun ins Spiel gebrachte Basisvergütung nimmt den Auszubildenden zudem jede Chance auf eine elternunabhängige Berufsausbildung. Bisher können Auszubildende einiger Branchen zumindest die grundlegenden Lebenshaltungskosten selbst bezahlen. "Damit sind sie unabhängig vom Einkommen der Eltern und können sich bundesweit bewerben", sagt Frank Ahrens. Nur so haben die Ausbildungsplatzsuchenden überhaupt eine Chance auf dem Ausbildungsmarkt. "Mit einer Basisvergütung von 270 Euro ist es damit vorbei", kritisiert der Landesjugendsekretär. Mit der Folge, dass Unternehmen auch weniger qualifizierte Bewerber bekommen. Frank Ahrens: "Der Vorschlag geht völlig an der Realität vorbei."

 


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