Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 032 - 31.08.2011

DGB zu August-Arbeitsmarktzahlen: Leiharbeit steigt Besorgnis erregend

Ältere, Langzeitarbeitslose und Jugendliche abgehängt

Der niedersächsische Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Hartmut Tölle, bewertet den erneuten Rückgang der Arbeitslosenquote und den Anstieg der gemeldeten Stellen als erfreulich. Anlässlich der aktuellen August-Arbeitsmarktzahlen wies er allerdings darauf hin, dass der Anteil der Leiharbeit an freien Stellen in Niedersachsen knapp 40 Prozent beträgt (19.629 von 49.133 gemeldeten Stellen): „Diese Zahl ist Besorgnis erregend. Leiharbeit bietet den Menschen keine langfristige Perspektive, auch die Bezahlung ist in der Regel schlechter als die der Stammbelegschaft.“ Er forderte die Politik auf, den Leiharbeitssektor stärker zu regulieren, und appellierte an die Arbeitgeber, den Einsatz von Leiharbeitern nur für Auftragsspitzen zu nutzen.

Zudem profitierten nicht alle Gruppen gleichermaßen vom Rückgang der Arbeitslosigkeit, betonte der DGB-Landeschef. Während die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat im Schnitt um 6,2 Prozent zurück ging, sank die Zahl der Langzeitarbeitslosen lediglich um 3,5 Prozent, bei den jungen Menschen zwischen 15 und 15 Jahren um 2,5 Prozent. Bei der Gruppe der 55- bis 65-Jährige stieg sie sogar um 1,4 Prozent an. Hartmut Tölle: „Nicht alle profitieren vom Aufschwung in gleicher Weise. Junge Menschen, Ältere und Langzeitarbeitslose drohen, abgehängt zu werden.“

Die von der Bundesregierung geplanten Einschnitte bei arbeitspolitischen Maßnahmen hätten fatale Folgen, es brauche im Gegenteil mehr passgenaue Förderung und Qualifizierung, so der Gewerkschafter. Außerdem müssten Betriebe bei ihrer Suche nach Fachkräften Älteren und Langzeitarbeitslosen eine größere Chance bieten, junge Menschen brauchten eine Übernahmegarantie nach der Ausbildung und nicht nur prekäre Jobs.


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