Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 002 - 18.01.2019

DGB will bessere Arbeitsbedingungen im LKW-Verkehr

Im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) heute die Absicht der niedersächsischen Regierungsfraktionen begrüßt, die Rahmenbedingungen des LKW-Verkehrs zu verbessern. Die Fraktionen setzen sich dafür ein, dass das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort“ auch im Straßengüterverkehr gilt. Angesichts der dort weit verbreiteten schlechten Arbeits- und Sicherheitsbedingungen ist eine solche Initiative aus Sicht der Gewerkschaften dringend nötig.

"Die Beschäftigten im europäischen Straßentransportsektor dürfen nicht zu Beschäftigten zweiter Klasse degradiert werden", erklärt DGB-Bezirksvorsitzender Mehrdad Payandeh. "Auch für sie muss ganz klar das so genannte Ziellandprinzip gelten: Sie müssen als entsandte Beschäftigte ein Anrecht auf die Standards haben, die in dem Land gelten, in dem sie tatsächlich arbeiten." Sprich: Wer in Deutschland fährt und arbeitet, muss ab dem  ersten Tag auch Anspruch auf den deutschen Mindestlohn und andere Mindestarbeitsbedingungen haben.

In seiner Stellungnahme weist der DGB außerdem darauf hin, dass 2017 auf deutschen Straßen bei Unfällen mehr als 3.000 Menschen wegen Übermüdung verletzt oder getötet wurden. Fahrerinnen und Fahrer von Lastkraftwagen haben mit sehr schlechten Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Sie müssen oft unfreiwillig ihre Ruhezeit in der Fahrerkabine verbringen und auch an Wochenenden auf Rastplätzen übernachten. Sie haben überlange Lenkzeiten und bekommen niedrige Löhne. Manche Arbeitgeber unterschlagen Lohnanteile und Sozialversicherungsbeiträge, indem sie illegale Wettbewerbspraktiken nutzen. Der DGB fordert daher auch eine deutliche Ausweitung der Kontrollen auf den Straßen.

 


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