Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 038 - 31.10.2008

DGB-Fachtagung "Qualität der Lehre"

Didaktische Weiterbildung stärker an Hochschulen verankern

Die hochschuldidaktische Weiterbildung muss stärker verpflichtend an den niedersächsischen Hochschulen verankert werden. Dafür haben sich auf der heutigen (Freitag) DGB-Fachtagung "Qualität der Lehre" hochschulpolitische Experten der Gewerkschaften ausgesprochen.

Ludwig Huber, emeritierter Professor für Hochschuldidaktik und Vorsitzender der Akkreditierungskommission der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik, gab zur Eröffnung der Tagung eine Bilanz der Probleme und Möglichkeiten der Verbesserung der Qualität der Lehre an deutschen Hochschulen. Nach seiner Einschätzung reicht es nicht aus, wie bisher nur auf formale Qualitätsmerkmale zu achten. Entscheidend sei es, die Studierenden bei der Entwicklung von Reformen an jeder Hochschule einzubeziehen und durch ein pädagogisches Miteinander zum selbstständigen Lernen zu motivieren.

Beispiele für Initiativen zur Qualitätssicherung der Lehre an schweizerischen Hochschulen stellte Gerhild Tesak vor. Sie ist mit der Leitung der Hochschuldidaktik im Vizerektorat Lehre und Studium der Universität Basel betraut. Dort gehört die Teilnahme an methodisch-didaktischen Veranstaltungen zu den Voraussetzungen, sich habilitieren zu können.

Hildegard Schaeper vom Hochschul-Informationssystem in Hannover stellte Forschungen über die Entwicklung der Lehr- und Lernkultur in den neu eingeführten Bachelor-Studiengängen vor. Diese scheinen tatsächlich Studienbedingungen geschaffen zu haben, die für die Entwicklung von Schlüsselkompetenzen günstiger sind. Schlüsselkompetenzen sind unerlässlich, können aber fachwissenschaftliche Kompetenzen und die Entwicklung einer neuen Lehr- und Lernkultur nicht ersetzen.

Karoline Kleinschmidt von der IG Metall-Bezirksleitung Niedersachsen/Sachsen-Anhalt erläuterte, wie sich die Gewerkschaften aktiv auf den zunehmenden Anteil von Fach- und Hochschulabsolventen unter den Arbeitnehmern einstellt. Unter den neuen Studiengängen arbeiten die Gewerkschaften mit neuen Konzepten der Beratung von Studierenden und vermitteln Kontakte zu Betriebsräten und ExpertInnen in den zukünftigen Berufsfeldern der Studentinnen und Studenten.

Rückfragen an Helga Papendick-Apel 0511-12601-38 -----------------------------------------------


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