Deutscher Gewerkschaftsbund

Fachtagung: Hand in Hand für ein gewaltfreies Miteinander

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Das bundesweite Projekt „MiMi – Gewaltprävention für geflüchtete Frauen, Kinder und Männer“ bündelt gemeinsam mit Migrant*innen seit 2016 die Kapazitäten engagierter Geflüchteter und Migrant*innen mit Fachdiensten und lokalen Netzwerken. In transkulturellen Mediator*innenschulungen, muttersprachlichen Informationsveranstaltungen unter Zuhilfenahme von Ratgebern zum Thema „Gewaltschutz und regionale Hilfsangebote“ werden von Gewalt bedrohte geflüchtete Frauen und Familien bundesweit über Schutzmaßnahmen aufgeklärt und unterstützt.

Unser Tagungsmotto lautet „Hand in Hand für ein gewaltfreies Miteinander“. Wir wollen, neben der Verantwortung, die auch Männer wahrnehmen, den Fokus besonders auf die Nöte von Jugendlichen und Kindern in Familien von Geflüchteten und Migrant*innen legen.

Expert*innen aus Praxis, Wissenschaft, Kultur und Politik werden transkulturelle Herausforderungen, Handlungsmöglichkeiten und vorbildhafte Projekte der Gewaltprävention vorstellen und diskutieren. Neben Podiumsdiskussionen bieten wir Workshops an, in denen Sie sich aktiv einbringen können. Die Diskussionen und Ideen werden während der Tagung mit der Methode des „Graphic Recording“
visualisiert. Anlässlich der Tagung stellen wir unsere neue Publikation „Gewaltschutz in Deutschland – Ratgeber für geflüchtete und neuzugewanderte Männer“ vor und stellen diese in elf Sprachen zur Praxisnutzung bereit.

Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen – Männern, Frauen, Erwachsenen und Jugendlichen – über alle kulturellen Grenzen hinweg entschlossen Zeichen gegen jede Form von Gewalt in unserem Land zu setzen.

Veranstalter sind das Ethno-Medizinische Zentrum e. V. Hannover sowie die Duale Hochschule Baden-Württemberg. Der DGB-Bezirk ist Kooperationspartner. Wir laden Sie herzlich zur Fachtagung „Hand in Hand für ein gewaltfreies Miteinander“ ein.

 DAS PROGRAMM


Tagung am Vormittag

9:00 Einlass

10:00 Moderation des Vormittagsprogramms: Minou Amir-Sehhi, Fernsehjournalistin
Graphische Visualisierung der Tagungsinhalte: Lucia Fabiani, the value web, Rom

10:05 Begrüßung Prof. Dr. Gisela C. Fischer, Vorstand EMZ

10:15 Einführung: „Hand in Hand für ein gewaltfreies Miteinander“
Projektkoordinator*innen und transkulturelle Mediator*innen stellen das Bundesprojekt „MiMi – Gewaltprävention“ vor

10:45 Podiumsdiskussion am Vormittag: Das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung – Familie als Schutzraum
Moderation: Minou Amir-Sehhi, Fernsehjournalistin
Podiumsgäste:
Cordula Lasner-Tietze, Geschäftsführerin Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband
Yasmina Filali, Deutsch-Marokkanische Schauspielerin
Dr. Ursula Matschke, Leiterin der Abt. für individuelle Chancengleichheit von Frauen und Männern, LH Stuttgart
Roman von Alvensleben, Strafrechtler, Gewaltfänger e. V.
Ivanka Sučić, Geschäftsführung, südost Europa Kultur e. V.

12:00 Workshops 1–4

13:00 Mittagspause: Getränke und Mittagessen


Workshops am Vormittag

Workshop 1: MiMi-Mediator*innen und Standortpartner*innen gestalten die Zukunft von MiMi mit
Gestaltung: Anne Rosenberg, Silvio Schelle (MiMi-Gesamtkoordination); Claudia Klett, Andreas Sauter (Duale Hochschule BW)

Beschreibung: Was hat sich im MiMi-Gewaltpräventionsprogramm bewährt, was sollte verbessert und wie weiterentwickelt werden?  Mediator*innen und Standortpartner*innen reflektieren ihr Wirken und erarbeiten ein Zukunftsprogramm.

Workshop 2: Wie sieht ein*e Deutsche*r aus? – Vom konstruktiven Umgang mit Vorurteilen und Diskriminierungen
Gestaltung: Dr. Umeswaran Arunagirinathan, Autor, Herzchirurg

Beschreibung: Dr. Arunagirinathan, ehemals unbegleitetes Flüchtlingskind, heute erfolgreicher Herzchirurg, liest aus seinem Buch „Der fremde Deutsche“, schildert, wie er persönlich Diskriminierungen begegnet ist, und erarbeitet mit den Teilnehmer*innen, wie man sich gegen Vorurteile wappnen kann.

Workshop 3: Kommunikation auf Augenhöhe – wie echte Auseinandersetzung gelingt
Gestaltung: Nina Taubenreuther und Allaa Faham (GLS German Lifestyle)

Beschreibung: Nina und Allaa, die mit ihrem YouTube-Kanal GLS erfolgreich humorvolle und gleichzeitig konstruktive Selbstreflexion bei Migrant*innen unterstützen, werden mit den Teilnehmer*innen des Workshops erarbeiten, wie man mit einfachen Methoden in jeder Situation konstruktiv kommuniziert.

Workshop 4: Gewalt in der Erziehung – wie man durch richtig Fragen folgeschwere Verhaltensmuster erkennt
Gestaltung: Nicole Truchseß, Unternehmerin, Coach und Buchautorin
Beschreibung: „Eine Ohrfeige hat noch niemandem geschadet.“ Truchseß vermittelt den Teilnehmer*innen die richtigen Fragetechniken, um herauszufinden, ob Gewalt in einer Familie als Erziehungsinstrument gilt, und erklärt, wie man falschen Glaubenssätzen begegnen kann.


Tagung am Nachmittag

14:00 Grußworte
Annette Widmann-Mauz, Staatsministerin, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration (angefragt)

14:15 Podiumsdiskussion 1: Hand in Hand mit Migrant*innen für ein gewaltfreies Miteinander
Moderation: Jaafar Abdul Karim, Journalist, Deutsche Welle
Podiumsgäste:
Annette Widmann-Mauz, Staatsministerin, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration
Prof. Dr. Dr. Jan Ilhan Kızılhan, Duale Hochschule BW, Institut für Transkulturelle Gesundheitsforschung
Dr. Katalyn Roßmann, MSc Public Health in Developing Countries (LSHTM); Kommando Sanitätsdienst Bundeswehr
Farhad Qudrati, MiMi-Gewaltpräventionsmediator

15:15 Podiumsdiskussion 2: Diskriminierung oder Akzeptanz – der Einfluss der Medien auf das Integrationsgeschehen
Moderation: Jaafar Abdul Karim, Journalist, Deutsche Welle
Podiumsgäste:
Hatice Akyün, Journalistin und Schriftstellerin
Ralf Nickel, Vorstand White IT, Alliance for Children
Naciye Celebi-Bektas, DGB Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt, Referat Frauen-, Gleichstellungs- und Migrationspolitik
Ekrem Senol, Hrsg. Onlinezeitschrift MIGAZIN

16:30 Workshop-Berichte, Zusammenfassung, Botschaften

17:00 Tagungsende


Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Anmeldung bitte bis zum 16. Dezember 2018. Anmeldung auch online möglich auf www.migrantsday.de oder www.mimi-gegen-gewalt.de

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