Deutscher Gewerkschaftsbund

Online-Diskussion

Gewalt gegen Frauen in Niedersachsen

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Teaser Gewalt gegen Frauen Online-Veranstaltung

asiandelight/Stockphoto

2019 sind laut polizeilicher Kriminalstatistik etwa 140.000 Menschen Opfer von Gewalt in Partnerschaften geworden. Die Dunkelziffer wird aber noch weitaus höher geschätzt. Mehr als 80 Prozent der Opfer sind Frauen. Demnach soll jede vierte Frau mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexualisierte Partnerschaftsgewalt erlebt haben. Auf das Jahr gerechnet, versucht in Deutschland jeden Tag ein Partner oder Ex-Partner seine Frau umzubringen. Davon gelingt jede dritte Tat. Häusliche Gewalt tritt unabhängig von Ethnie, Alter und sozialem Status auf.

Neben der Gewalt in Partnerschaften gibt es jedoch auch eine schier nicht enden wollende Liste an anderen Formen von Gewalt, denen Frauen ausgesetzt sind, wie z. B. digitale Gewalt, das Austragen einer ungewollten Schwangerschaft oder Zwangsabtreibungen, die Verstümmelung weiblicher Genitalien, Zwangsverheiratungen oder der sogenannte „Ehrenmord“.

Diese schockierenden Fakten und Zahlen müssen uns zu denken geben. Vor allem fordern sie nach effektiver Prävention, Bekämpfung von häuslicher Gewalt sowie aller anderen direkten, strukturellen und kulturellen Formen von Gewalt gegen Frauen. Gewalt gegenüber Frauen ist für keine Gesellschaft hinnehmbar.

Für die Verfolgung der Schuldigen wird bereits viel getan und es werden hohe Summen an Geldern investiert: So gibt es Hilfetelefone, Beratungsstellen, Gewaltschutzgesetze und Aktionspläne. Diese Ansätze sind vielversprechend und es wird wichtige Arbeit geleistet, die vielen Menschen und vor allem Frauen hilft. Doch: Es ist ein Irrglaube zu denken, dass das Problem dadurch allein gelöst werden kann.

Wie kann man Gewalt gegen Frauen gezielter und effektiver begegnen? Was muss getan werden, um eine bessere strafrechtliche Verfolgung von Gewalt gegen Frauen zu ermöglichen? Welche Frauengruppen leiden unter einer besonders hohen Gewaltbetroffenheit? Wie beeinflusst die Corona-Pandemie das Auftreten von häuslicher Gewalt? Wir laden Sie herzlich dazu ein, diese und weitere Fragen mit unseren Gästen zu diskutieren.


PROGRAMM

17.00 Uhr Begrüßung
Kass Kasadi, Geschäftsführer und Landeskoordinator bei baobab – zusammensein e.V.
Linda Matzke, Referentin im Landesbüro Niedersachsen der Friedrich-Ebert-Stiftung
Sophia Michaelis, Gewerkschaftssekretärin Deutscher Gewerkschaftsbund Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt

Einführung
Dr. Carola Reimann, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Impuls
Prof. i. R. Dr. phil. Carol Hagemann-White, Allgemeine Erziehungswissenschaft, Sozialpädagogik und Frühe Bildung, Universität Osnabrück

Podiumsdiskussion und Diskussion mit dem Publikum
Régine Aniambossou, Vorstand baobab – zusammensein e.V.
Michael Gümbel, Berater und Leiter der Hamburger Beratungsstelle „Perspektive Arbeit und Gesundheit“
Prof. i. R. Dr. phil. Carol Hagemann-White
Dr. Carola Reimann
Anne Wizorek, Selbstständige Beraterin für digitale Medien, Bloggerin, Autorin und feministische Aktivistin

Moderation: Cosima Schmitt, Journalistin und ZEIT-Autorin

18.30 Uhr Ende


ANMELDUNG

Wir bitten um Ihre Anmeldung bis zum 24.11.2020 per E-Mail unter: niedersachsen@fes.de oder online: https://www.fes.de/veranstaltungen/?Veranummer=249462

Die Zugangsdaten werden nach verbindlich erfolgter Anmeldung am 24.11.2020 verschickt.


ANSPRECHPARTNERIN

Sophia Michaelis

Referat Frauen-, Gleichstellungs- und Migrationspolitik
DGB-Bezirk Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt

Telefon: 0511 12 601 - 62
E-Mail:  sophia.michaelis@dgb.de


ORGANISATION

Julia Verstraate

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Niedersachsen
Theaterstraße 3, 30159 Hannover
Tel.: 0511 357708 –31
Fax: 0511 357708 –40
E-Mail: niedersachsen@fes.de

DATENSCHUTZHINWEISE

https://www.fes.de/datenschutzhinweise/

DIGITAL

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