Deutscher Gewerkschaftsbund

Von der Schule in den Beruf

12.03.2012

Das Hamburger Modell

Die Unternehmen bieten seit Jahren viel zu wenige Ausbildungsplätze an im Verhältnis zur Gesamtzahl der Bewerberinnen und Bewerber. Rund 96.000 Jugendliche in Niedersachsen galten 2011 als ausbildungsinteressiert und ausbildungsreif. Aber nur knapp 64 Prozent von ihnen konnten eine duale Berufsausbildung beginnen. Rund vier von zehn jungen Menschen, die an einer Ausbildung interessiert waren, haben also keine Ausbildung aufgenommen.

Etwa 50.000 junge Menschen landen jährlich in den Maßnahmen des sogenannten "Übergangssystems". Das sind außerschulische Maßnahmen und schulische Bildungsgänge, die zu keinem qualifizierten Berufsabschluss führen: Berufseinstiegsschulen, Berufsfachschulen ohne Abschluss, Maßnahmen der Bundesagentur, Förderprogramme des Landes. Für die Teilnehmenden sind es oft Warteschleifen mit fragwürdigen Perspektiven.

Die niedersächsische Landesregierung hat es versäumt, eine grundlegende Reform dieses Übergangssystems durchzuführen, die jedem Schulabgänger, jeder Schulabgängerin einen Ausbildungsplatz garantiert. Wie eine Alternative aussehen könnte, zeigt das so genannte Hamburger Modell. In diesem Dossier erhalten Sie Hintergrundinformationen zum Übergangssystem in Niedersachsen. Außerdem stellen wir das Hamburger Modell im Detail vor.










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