Deutscher Gewerkschaftsbund

03.04.2013

Ringvorlesung Austeritätspolitik

Austeritätspolitik ohne Alternative?
Kooperationsstelle Hochschulen-Gewerkschaften Hannover und der DGB-Bezirk Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt widmen sich gemeinsam mit einer ersten Ringvorlesung dem Thema "Alternativen für Wirtschaft und Beschäftigung".

Alle 3 Veranstaltungen beginnen jeweils um 17.30 Uhr im Niedersachsensaal
Conti-Campus
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Königsworther Platz 1
30167 Hannover

14. Mai 2013
Prof. Dr. Heiner Flassbeck
Massenarbeitslosigkeit in Europa – Auswege aus der Krise
Die Länder der Europäischen Union befinden sich in der tiefsten Wirtschaftskrise seit 1945: Die Arbeitslosigkeit hat in der EU einen Höchststand erreicht. Durch die Rettung von Banken wurden die öffentlichen Haushalte massiv belastet.
Die gerade auch von der deutschen Bundesregierung vorangetriebene Sparpolitik hat die Situation weiter verschärft. Löhne, Renten und Rechte von Gewerkschaften werden massiv beschnitten. Die Armut nimmt rasant zu – auch in Deutschland:
Unsichere und schlecht bezahlte Arbeitsverhältnisse greifen um sich. Ein Kurswechsel in der Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik ist daher dringend nötig.

4. Juni 2013
Prof. Dr. Gustav Horn
Ungleichheit und Krise
Die Ungleichheit in Deutschland hat im Verlauf des vergangenen Jahrzehnts drastisch zugenommen. Das Wachstum ist fast ausschließlich den oberen Einkommen zugutegekommen. Das ist einer der Gründe, weshalb es zur Krise des Euroraums kam. Und diese ist noch nicht überwunden. Wer die Krise überwinden will, wird nicht umhin kommen, auch über Verteilung und Ungleichheit zu sprechen.

18. Juni 2013
Dr. Katja Rietzler

Staatsverschuldung im Euroraum: Warum Sparen in der Krise kontraproduktiv ist
Im Zuge der Finanzkrise hat sich die Staatsverschuldung der Euroraumländer drastisch erhöht. Dazu haben in ganz erheblichem Umfang die Maßnahmen zur Bankenrettung beigetragen und weniger ein übermäßiges Wachstum kreditfinanzierter öffentlicher Ausgaben. Es ist klar, dass die teilweise sehr hohen Schuldenstandsquoten mittelfristig wieder zurückgeführt werden müssen, um finanzpolitischen Handlungsspielraum zurückzugewinnen. Der brachiale Sparkurs, der in den vergangenen Jahren im Euroraum durchgesetzt wurde, hat aber vielerorts den Schuldenstand weiter nach oben getrieben, statt ihn zu senken.

zum Download: Flyer mit allen Informationen zu den Veranstaltungen


Nach oben

Dieser Artikel gehört zum Dossier:

Materialien zum Thema "Alternativen für Wirtschaft und Beschäftigung"

Zum Dossier

Zuletzt besuchte Seiten

Themenverwandte Beiträge

Pressemeldung
DGB kritisiert Ryanairs Rachefeldzug gegen die Beschäftigten in Bremen
Die Schließung des Ryanair-Standortes in Bremen wird vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) scharf kritisiert. Gestern hatte die irische Fluggesellschaft in einem Schreiben angekündigt, die Bremer Station, an der rund 90 Beschäftigte arbeiten, zu schließen. Als Begründung führte das Unternehmen die jüngsten Arbeitsniederlegungen der Beschäftigten ins Feld. Zur Pressemeldung
Link
Tagung „Zukunft gestalten" am 22. Mai in Hannover
Wie lassen sich Klimaschutz und die Mobilitätsanforderungen gemeinsam umsetzen? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Tagung der Kooperationsstelle Hochschule und Gewerkschaften Hannover. Weitere Einzelheiten und die Möglichkeit, sich anzumelden, gibt es hier. zur Webseite …
Artikel
Immobilienkonzerne: Extra-Profite auf Kosten der Allgemeinheit
Die Einnahmen der Immobilienkonzerne steigen kontinuierlich. Die Zeche dafür zahlen die Mieterinnen und Mieter. Menschen, die Grundsicherung beziehen, trifft es besonders hart. Wie die Lage in niedersächsischen Landkreisen ist und was die Landesregierung tun muss, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist in #schlaglicht Nummer 17/2019 nachzulesen. weiterlesen …