Deutscher Gewerkschaftsbund

Worauf es Falk Pokern ankommt...

Interview zur Kommunalwahl 2011

Falk Pokern

privat

Falk Pokern ist Polizeivollzugsbeamter, zurzeit aber als Personalratsvorsitzender freigestellt. Er ist 48 Jahre alt, wohnt in Brake an der Unterweser und arbeitet in Oldenburg. Dort engagiert er sich auch als Vorstandmitglied der örtlichen Bezirksgruppe der Gewerkschaft der Polizei.

Wieso gehst du am 11. September wählen?
Das ist für mich logisch. Ich habe noch keine Wahl ausgelassen. Was für ein hohes Gut das Wahlrecht ist, erkennt man erst dann, wenn man es nicht mehr hat. Ich lege Wert darauf, meine Einfl ussmöglichkeiten auch wahr zu nehmen.

Was machen für Dich lebenswerte Kommunen aus?
Die Kommunen brauchen erst einmal ausreichende Finanzmittel, damit in Armutsbekämpfung, öffentlichen Nahverkehr, Bildungs- und Kulturangebote, Sauberkeit und vieles mehr investiert werden kann. Und die Städte und Gemeinden müssen natürlich sicher sein. Dabei geht es nicht nur um die Zahlen der Kriminalitäts statistik, sondern auch um das subjektive Sicherheitsempfi nden der Menschen. Dazu gehören Polizeipräsenz und Bürgerkontakt, beispielsweise durch Kontaktbeamte.

Wie kann Kommunalpolitik das Sicherheitsempfinden beeinflussen?
Ein wichtiger Punkt sind städtebauliche Aspekte. Mit beleuchteten, hellen Orten und Straßen kann viel erreicht werden. Und durch die Netzwerkbildung von Verwaltung, Polizei, Vereinen und Bürgern wird ein dauerhafter Austausch möglich. Dabei sollte auch die kommunale Kriminalprävention einbezogen werden.

Wie kann Prävention vor Ort aussehen?
Bei den lokalen Präventionsräten gibt es viele erfolgreiche Projekte. Da werden Zivilcourage oder in Oldenburg zum Beispiel ein Verein für Graffiti-Kunst gefördert. Die Kommunen können außerdem schon durch ihre Sozial- und Jugendpolitik präventiv handeln. Wenn Jugendlichen sinnvolle Beschäftigung und beispielsweise Freiräume für Sport oder Kreativität gegeben werden, schafft man auf diese Weise Perspektiven und dämmt Gewalt und Vandalismus ein.


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