Deutscher Gewerkschaftsbund

06.10.2011

Finanzkrise und Eurokrise

Europa am Scheideweg

Was in den USA als Krise am Immobilienmarkt begann, hat sich mittlerweile zu einer Krise der öffentlichen Haushalte nicht nur in Europa ausgeweitet. In Griechenland wird geradezu beispielhaft vorexerziert, wie man durch Kürzungen und Streichungen ein Land ins Elend reißt, ohne aber die Staatsverschuldung nennenswert senken zu können. Das Projekt der europäischen Einigung wird derzeit mehr als je zuvor gefährdet – durch ein Versagen der Finanz- und Wirtschaftspolitik, aber auch durch einen drohenden Rückfall in nationale Egoismen.

Der Vortrag „Finanzkrise und Eurokrise. Europa am Scheideweg“ zeigt Ursachen, Gefahren und Lösungen der so genannten Eurokrise auf.

  • Der erste Teil präsentiert Zahlen und Fakten zur wirtschaftlichen und finanzpolitischen Entwicklung des Euroraums und Deutschlands. Dabei steht auch die Frage im Mittelpunkt, welchen Beitrag die extrem restriktive Entwicklung der Löhne in Deutschland zur Eurokrise geleistet hat.
  • Der zweite Teil des Vortrags widerlegt einige Märchen und falschen Behauptungen, die im Zusammenhang mit der Verschuldung in den Eurostaaten immer wieder genannt werden. Dabei wird insbesondere nachgewiesen, dass die derzeit angewandten Maßnahmen die Krise nicht nur nicht zu lösen helfen, sondern sogar zu verschärfen drohen: Weder niedrigere Löhne noch eine Kürzung der Staatsausgaben werden aus der Krise führen.
  • Im abschließenden dritten Teil des Vortrags werden soziale und solidarische Alternativen zur derzeitigen Politik aufgezeigt.
Blick in den Börsensaal in Frankfurt/Main

DGB/SMN


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