Deutscher Gewerkschaftsbund

29.04.2021
#schlaglicht 16/2021

Tag der Arbeit – Solidarität ist Zukunft!

Der 1. Mai steht unmittelbar bevor. Am Tag der Arbeit wird erneut die Flagge der Solidarität gehisst. Die Gewerkschaften kämpfen seit über 125 Jahren für sozialen Fortschritt. Vieles wurde erreicht, einiges gibt es noch zu tun. Vor allem in und nach der Corona-Krise. Einen kämpferischen Tag der Arbeit wünscht das #schlaglicht 16/2021 aus Niedersachsen. Bleibt alle gesund.

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1. Mai-Nelke 1. Mai 2021 Tag der Arbeit

DGB

Der Kalender meint es diesmal nicht ganz so gut mit den Beschäftigten. Der Tag der Arbeit fällt auf einen Samstag. Ein freier Werktag wäre zwar schöner gewesen, aber sei‘s drum. Erneut steht der 1. Mai ganz im Zeichen von Corona. Doch im Gegensatz zum Vorjahr wird es diesmal – wenn auch in abgespeckter Form – in mehreren niedersächsischen Städten wieder Veranstaltungen unter freiem Himmel geben. Mit Abstand und Maske versteht sich. Zusätzlich wird im Netz ein buntes Programm aus Politik, Kultur und Aktionen geboten werden. Ob nun vor Ort oder digital: Auf jeden Fall wird die Flagge der Solidarität gehisst!

Gewerkschaften als Garanten für soziale Errungenschaften

Seit über 125 Jahren setzen sich die Gewerkschaften und ihre Mitglieder für die Rechte der Beschäftigten und ihrer Familien ein. Soziale Errungenschaften wie der 8-Stunden-Tag, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, das Urlaubsgeld oder die 5-Tage-Woche sind diesem Engagement zu verdanken. In Pandemie-Zeiten konnte nicht nur in einer Reihe von Branchen das Kurzarbeitergeld aufgestockt werden. Mit vereinten Kräften gelangen selbst unter schwierigsten Bedingungen erfolgreiche Tarifabschlüsse. Dieser Zusammenhalt ist der unverkennbare Markenkern der Gewerkschaftsbewegung.

Gemeinsinn statt Spaltung

Auf mehr Gemeinsinn kommt es jetzt mehr denn je an. Umso taktloser ist gerade manches Verhalten aus dem Kreise der üblichen Verdächtigen. Da wird ohne Not ein späterer Renteneintritt ins Spiel gebracht. Bei den Fleischbaronen regiert weiter die reine Profitgier. Ein großer Online-Versandhändler verweigert seinen Beschäftigten die FFP2-Masken. Und die Gralshüter der schwarzen Null reden bereits wieder einem Kassensturz das Wort. Das ist maximal unsozial!

Grafik "Auswirkungen des Corona-Effektes auf die Beschäftigung"

DGB

Stattdessen haben die Menschen mehr Solidarität verdient. Die Krise hat ihnen bisher viel abverlangt. Seit Monaten sind die Beschäftigten in bestimmten Wirtschaftszweigen in Kurzarbeit und müssen hohe Einbußen verkraften. Darüber hinaus ergibt sich auf dem Arbeitsmarkt durch den Corona-Effekt bis Dezember 2020 ein Minus von über einer Million Beschäftigten. Mehr als die Hälfte geht auf das Konto der Minijobs (siehe Grafik). Deshalb sind Perspektiven gefragt. Ein breites Investitionsprogramm muss nun helfen, dem stotternden Wirtschaftsmotor neue Impulse zu geben und mehr Arbeitsplätze zu schaffen. Zudem würde es der Modernisierung der Infrastruktur und der Gestaltung der sozial-ökologischen Transformation den nötigen Schub geben.

Mehr gute Arbeit jetzt!

Ebenso braucht es einen gesellschaftlichen Konsens für mehr gute Arbeit. Denjenigen, die den Laden am Laufen halten, muss finanziell der Rücken gestärkt werden. Dazu gehören mehr Tarifverträge, weniger prekäre Jobs, ein armutsfester Mindestlohn, eine Ausbildungsgarantie für die Jugend und ein starker Sozialstaat, der Risiken notfalls abfedert. Das wäre über die Corona-Krise hinaus ein wichtiges Signal.

Macht mit! Werdet Teil einer solidarischen Gemeinschaft!

Für diese Ziele werden sich die Gewerkschaften auch weit über den Tag der Arbeit hinaus immer wieder einsetzen. Dabei können auch alle gern aktiv mithelfen. Gewerkschaften sind Mit-Mach-Organisationen. Organisiert euch. Solidarisch ist man nicht alleine. Solidarität ist Zukunft!

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