Deutscher Gewerkschaftsbund

10.04.2019

Netzwerk Migrantinnen und Arbeitsmarkt Niedersachsen

Zur Stärkung der Situation von Frauen mit Zuwanderungsbiographie hat der DGB Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt im Februar 2019 das „Netzwerk Migrantinnen und Arbeitsmarkt“ gegründet. Denn sie sind oft in zweifacher Hinsicht benachteiligt, wenn es darum geht, eine angemessen bezahlte und qualifikationsgerechte Beschäftigung zu finden.

Ziel des Projektes ist es, die Integration von Frauen mit Migrationsbiographie in den Arbeitsmarkt zu fördern. Es will Unternehmen, öffentliche Verwaltung und Verbände dabei unterstützen, sich dieser Zielgruppe stärker zu öffnen.

Wesentliche Themenschwerpunkte des Netzwerkes sind:
- gezielte Förderung und Personalentwicklung von Frauen mit Migrationsbiographie
- Förderung existenzsichernder Arbeitsverhältnisse
- interkulturelle Öffnung der Betriebe, des öffentlichen Dienstes und von Organisationen

Koordination:
DGB-Bezirk Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt
Naciye Celebi-Bektas
Tel: 0511 12601-62
naciye.celebi-bektas@dgb.de
https://niedersachsen.dgb.de/-/C9G

Das Projekt wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.


Vereinbarung für ein „Netzwerk Migrantinnen und Arbeitsmarkt Niedersachsen“

Ziele

Zur Stärkung der Situation von Frauen mit Zuwanderungsbiographie/Frauen of Color/Schwarzen Frauen am Arbeitsmarkt haben wir ein „Netzwerk Migrantinnen und Arbeitsmarkt“ ins Leben gerufen.

Menschen mit Migrationsbiographie haben größere Schwierigkeiten bei der Stellensuche. Diejenigen, die eine Arbeit finden, müssen häufig mit weniger angesehenen und oft prekären Jobs Vorlieb nehmen.

Frauen mit Migrationsbiographie sind oft in gleich zweifacher Hinsicht benachteiligt, wenn es darum geht, eine angemessen bezahlte und qualifikationsgerechte Beschäftigung zu finden - nicht nur aufgrund des Geschlechts, sondern auch aufgrund ihrer Migrationsbiographie.

Frauen mit Migrationsbiographie fehlen häufig die Ressourcen für eine lange Stellensuche - sowohl finanziell als auch in Form von Netzwerken und Kontakten. Oft entsprechen die deutschen Sprachkenntnisse von Frauen mit Migrationsbiographie nicht dem geforderten Niveau, aber auch Diskriminierung spielt eine wesentliche Rolle, genauso wie die fehlende Anerkennung von im Heimatland erworbenen Qualifikationen. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, nicht nur die Neuzuwanderung zu regeln, sondern die Aufmerksamkeit vor allem auch auf eine bessere Unterstützung der bereits seit Langem in Deutschland lebenden Frauen mit Migrationsbiographie zu richten.

Ziel unseres Projektes ist es, die Integration von Frauen mit Migrationsbiographie in den Arbeitsmarkt zu fördern und Unternehmen, öffentliche Verwaltung und Verbände dabei zu unterstützen, sich dieser Zielgruppe stärker zu öffnen.

Themenschwerpunkte des Netzwerkes:

  • Stärkung von Einstiegs- und Aufstiegschancen
  • Interkulturelle Öffnung der Betriebe, des öffentlichen Dienstes und von Organisationen
  • gezielte Förderung und - Personalentwicklung von Frauen mit Migrationsbiographie
  • Förderung zum Erwerb von Zusatzqualifikationen für Führungsaufgaben
  • Stärkung interkultureller bzw. transkultureller Kompetenz
  • Fachkräftegewinnung und -sicherung durch Migrantinnen
  • Unterstützung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Aufbrechen tradierter Geschlechterrollen
  • Förderung existenzsichernder Arbeitsverhältnisse
  • Abbau aufenthaltsrechtlicher Hürden
  • Anerkennung von im Ausland erworbenen  Qualifikationen
  • Abbau struktureller Diskriminierung
  • Gesundheitsförderung in der Arbeitswelt

Im Fokus steht dabei die Erarbeitung konkreter Maßnahmen zur besseren Integration von Frauen mit Migrationsbiographie.

Beteiligte

Die Netzwerkarbeit richtet sich an in der Sache aktive Unternehmen, Sozialversicherungsträger, Kammern, Migrant*innenselbstorganisationen, soziale Einrichtungen, Gewerkschaften, Bildungseinrichtungen, Beauftragte und Vertreter*innen auf Landes- und kommunaler Ebene, Wissenschaftler*innen und interessierte Fachpersonen – unabhängig vom eigenem Geschlecht oder Migrationsbiographie der Beteiligten.

Das Netzwerk wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

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